Zwischen Chaos und Vertrauen: Meine Reise der inneren Transformation
Im folgenden Artikel steckt viel Persönliches.
Das letzte Jahr hat mein Leben stärker verändert, als ich erwartet hätte.
Nicht durch ein großes Ereignis, sondern durch viele kleine Schritte: Entscheidungen, innere Arbeit, Begegnungen.
Heute verstehe ich: wenn Veränderung ins Spiel kommt, entsteht ein Ripple Effect, der alles in Bewegung bringt.
Wenn du beginnst, dich mit dir selbst und mit dem Universum auszurichten, bekommst du Antworten. Und das, was kommt, ist das, was du “willst” – fast immer. Oder zumindest das, was du im Moment brauchst.
Seit letztem Jahr, zuerst mit meiner wunderbaren Coach, war das Erstellen meiner Website, mein Branding aufzubauen, Texte zu schreiben, ein großer Schritt nach vorne. Meine Präsenz online sichtbar zu machen. Ein Shooting zu machen, in dem ich selbst die Protagonistin bin. Mich so anzunehmen, wie ich bin. Mich selbst zu mögen.
Dann kamen die Familienaufstellungen, und dort gab es für mich eine große Veränderung – energetisch, körperlich. Die Art, wie ich handle, ist heute anders. Ich habe verstanden, dass ich wirklich selbst die Gestalterin meines eigenen Schicksals bin.
Die Art, wie ich jetzt mein Leben lebe, ist anders.
Ich wollte immer nach der Philosophie leben: so viel wie möglich mit möglichst wenig Aufwand erreichen. Und ja, das hat für einen großen Teil meines Lebens funktioniert. Aber da war immer diese Unzufriedenheit. Zu verstehen, dass wenn ich mich wirklich für etwas einsetze und dafür kämpfe, die Belohnung danach wunderschön ist.
Was hat sich verändert?
Ich bin präsenter. Aktiver. Und ich habe weniger Angst, Schritte nach vorne zu machen. Ich stelle mich selbst auf die Probe.
Mentaltraining hat mir geholfen, viele schwierige Situationen zu bewältigen.
Wie?
Indem ich an mir selbst arbeite. Indem ich schreibe und meinen Gedankenfluss analysiere. Indem ich eine positive Einstellung zum Leben habe, ja, egal was passiert.
Durch die Arbeit mit Mentaltraining erkenne ich heute meine Emotionen. Ich verstehe, wie ich sie ausdrücken kann. Ich verstehe, wie ich sie beobachten kann. Ich verstehe auch, wann ich sie dadurch muss oder einfach loslassen muss. Und ich verstehe, wann der Moment gekommen ist, um Hilfe zu bitten – sei es ein Freund, mein Partner oder ein Psychologe oder Coach oder Healer.
Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Restaurant gearbeitet. Das hatte ich noch nie gemacht, und ich hatte solche Arbeiten immer ein bisschen abgewertet, weil sie nicht meinen Fähigkeiten entsprachen. Aber am Ende habe ich entdeckt, dass es mir unglaublich Spaß gemacht hat.
Dass ich es liebe, mit Menschen zusammen zu sein. Zu reden. Energie auszutauschen. Meine Präsenz zu spüren.
Und dann habe ich eine Freundin bei ihren Kursen am Strand vertreten. Das hat mir die Tür zum Qi Gong geöffnet. Und mir klar gemacht, dass es etwas ist, das wirklich zu mir gehört.
Die Entscheidung, Deutschland zu verlassen – zumindest für eine Weile.
Ich weiß nicht, ob wir zurückkommen werden. Auch wenn das Rückflugticket in einem Monat ist und direkt nach Hamburg geht. Und dann gibt es noch Dinge zu klären auf der Insel. In Fehmarn warten noch ein paar Sachen auf uns, die gelöst werden müssen.
Und das Leben geht weiter.
Ohne genau zu wissen, was der nächste Schritt ist.
Aber das macht mir keine Angst.
Ich weiß, eigentlich sollte ich mir Sorgen machen. Die Gesellschaft erwartet, dass ich mir Sorgen mache. Aber ich tue es nicht. Und ich will es auch nicht.
Natürlich gibt es das Risiko, dass man nicht immer auf den Füßen landet. Aber selbst wenn man auf dem Hintern landet, kann man wieder aufstehen. Ich weiß, dass es ein Netz gibt, das mich auffängt.
In diesem Gefühl, frei zu sein und natürlich zu entdecken, was der nächste Schritt ist – ohne Panik – liegt eine gewisse Freiheit.
Ich weiß, für manche klingt das verrückt.
Du hast Kinder. Ja. Zwei Töchter.
Aber wenn ich glücklich bin, sind sie es auch. Wenn ich nervös bin, sind sie nervös. Wenn ich traurig bin, werden sie auch traurig.
Im Moment sind sie noch ein Spiegel meiner Gefühle und sie spüren mich sehr stark.
Es gibt eine unbekannte und tiefe Verbindung zu den Wesen, die aus deinem Körper geboren wurden. Das kann man nicht ändern.
So wie bei meiner Mutter. Auch wenn sie weit weg ist – lange Zeit hat sie gespürt, wenn es mir schlecht ging. Irgendwie war diese Verbindung lebendig, auch wenn meine Mutter nie bewusst mit Energie gearbeitet hat. Oder vielleicht erst jetzt damit beginnt. Aber Energie hatte sie schon immer viel. Und sie ist mir sehr ähnlich.
Am Ende ist sie auch ein Projector, genau wie ich. (Wenn du Human Design kennst, weißt du, wovon ich spreche.)
Man muss Vertrauen haben. In die Zukunft und in das Universum. Dass das, was kommt, positiv sein wird.
Natürlich kann man nicht einfach passiv bleiben. Im Bett liegen und den ganzen Tag warten, bis ein Wunder passiert. Nein.
Für mich bedeutet die Lösung, aktiv zu sein. Und mich zu fragen: was würde in dieser Situation, die beste Version von Chiara machen? Und die Antwort ist fast immer klar. Aber dann muss man den Schritt machen.
Noch wichtig, ist mich mit positiven Menschen zu umgeben.
Den Kontakt zu meinen Freunden zu pflegen, auch wenn sie weit weg sind – und immer mehr entdecke ich, wie wunderbar sie sind.
Am Ende ist Freundschaft genau das: zu entdecken, dass deine Freunde wunderbare Menschen sind, die dich unterstützen und verstehen, was in deinem Leben passiert – auch wenn sie in ganz anderen Lebensphasen und an ganz anderen Orten auf der Welt sind.
Als Mensch brauche ich diesen Austausch.
Feedback. Kritik. Perspektiven.
Sie zu hören und zu versuchen zu verstehen, was davon für mich wahr ist – und was nicht.
Manchmal gibt es keine Antwort.
Oft gibt es auf unsere Fragen keine Antwort.
Dann braucht es Glauben. An uns selbst.
Daran zu glauben, dass wir die schwierigen Prüfungen überstehen können, die kommen werden.
Bevor wir nach Südafrika gekommen sind, hatte ich eine sehr schwierige Zeit.
Ich war zweieinhalb Monate allein mit den Mädchen auf Fehmarn. Ich musste einen Umzug organisieren (mein Mann hatte das Gröbste schon gemacht), aber es war noch unglaublich viel zu tun. Wirklich viel. Und gleichzeitig musste ich viel arbeiten und die Mädchen bei Freunden lassen.
Mein Nervensystem war komplett dysreguliert. Sehr.
Ich war die meiste Zeit im Survival Mode.
Ich war müde. Es war kalt. Nach der Arbeit, ich musste erstmal die Mädels von irgendwo abholen und dann erstmal sie ins Bett bringen. Ich war erschöpft. Und gleichzeitig musste ich emotional für meine Kinder da sein. Ich war dort allein. Abgesehen von meinen Freunden.
Ich musste mich davon lösen. Ich musste allein stark sein.
Dort habe ich mich allein gefühlt. Verwirrt. Im Überlebensmodus.
Das eigentliche Problem war, dass ich keine Kraft hatte, mein Nervensystem zu regulieren.
Wenn mein Nervensystem stabil gewesen wäre, hätte ich alles viel leichter bewältigen können. Aber manchmal kann man das nicht entscheiden. Wenn man keine Zeit für sich selbst hat, ist es schwer, das Nervensystem zu regulieren.
Ich weiß nicht, was entstehen wird, während ich hier in Kapstadt weiter an mir arbeite.
Und was bedeutet das überhaupt – an sich zu arbeiten? Es bedeutet, bereit zu sein, Kanäle und Wunden zu öffnen, die geschlossen oder vergraben sind. Viele Dinge wieder an die Oberfläche zu holen. Es ist eine Reise. Einmal angefangen, kann man nicht zurück kehren.
Ich bin neugierig.
Und die richtigen Menschen zu finden. Die richtigen Guides. Menschen, die dir helfen, deine Türen und Kanäle zu öffnen.
Diese Journey ist wunderschön. Das ist das Leben. Und es macht mich echt glücklich.
Und ich möchte bereit sein, meine Insights an meine Klienten weiterzugeben. Zu dokumentieren, was passiert. Prozesse sichtbar zu machen.
Ohne Angst, mich zu zeigen.
Wenn ich das wirklich machen will, dann muss ich zeigen, wer ich bin und was innere Arbeit wirklich bedeutet. Alte Wunden zu öffnen.
Jeder von uns hat Wunden. Man muss nicht unbedingt sexuelle Gewalt oder andere extreme Formen von Missbrauch erlebt haben. Manchmal schon die Streitigkeiten von Eltern reicht aus, um eine Art Trauma zu erzeugen.
Aber Traumata kann man überwinden.
Indem man durch sie hindurchgeht. Nicht indem man sie verdrängt.
Sich selbst auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: „Das ist vorbei“ – funktioniert nicht.
Ich habe es selbst erlebt.
Dann funktioniert das Leben nicht richtig. Türen öffnen sich nicht. Alles wird schwer. Es fließt nicht.
Als gäbe es Blockaden.
Genau das sind Traumata.
Und solange du sie nicht auflöst, werden sie dein Wachstum im Leben blockieren. Egal wie sehr du dich bemühst. Egal wie sehr du dich anstrengst.
Es wird immer dunkle Bereiche geben.
Und irgendwann musst du sie anschauen. Früher oder später.
Sonst kommen sie zurück und schreien so laut, bis du sie nicht mehr ignorieren kannst.
Sie zeigen sich in vielen Formen: chronische Krankheiten, Krebs, Autoimmunerkrankungen, Mangel in Beziehungen, Mangel an Geld – und vieles mehr.
Deshalb glaube ich an den Ripple Effect.
Am Ende ist es etwas Physisches. Etwas Reales.
Für mich beginnt Veränderung immer damit, mir helfen zu lassen. Bewusst Hilfe zu suchen. Mich wirklich zu engagieren und dem Wandel zu widmen.
Wenn ich etwas wirklich will, passiert es. Und ich bringe es selbst in Bewegung.
Im Moment hole ich mir Unterstützung von außen – von meiner Psychologin und einer Tantra-Coach.
Denn in schwierigen Momenten allein zu navigieren ist riskant.
Und oft auch kontraproduktiv.
Wo beginnt für dich der Ripple-Effekt?